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Natürliche Überdachungen

Wer einen effektiven Sonnenschutz mit einem angenehmen und kühlen Klima haben möchte, sollte sich für eine pflanzliche Überdachung entscheiden. Denn die Blätter der Pflanzen spenden nicht nur Schatten. Sie verdunsten auch Wasser. Das führt dazu, dass die Umgebungstemperatur absinkt. Wenn man jetzt noch Pflanzen mit schönen Blüten auswählt, hat man die optimale Abdeckung. Wunderschön und effektiv.

Um diese Art der Überdachung zu realisieren, eignet sich eine Pergola aus Holz. Es stehen natürlich auch andere Materialien zur Verfügung. Holz passt jedoch am besten zu dieser Form und sieht sehr schön aus. Bei den Pflanzen sollte man sich für eine rankende Kletterpflanze entscheiden, da diese mit den Streben der Pergola gut verwächst. Wer es eher Rustikal mag, kann auch Stroh oder Schilff als Material nehmen.

Wer keine Pergola bauen möchte, kann auch ein einfaches Gitterdach nehmen oder Seile spannen, an denen sich die Pflanzen entlang wachsen oder einen Gitterrahmen bauen an denen die Pflanzen ranken. Die Möglichkeiten sind vielfältig, auf die Fantasie kommt es an.



Pergola Offen

Blauregen auf Pergola

Pergola Bauen

Weinreben auf Pergola



Geeignete Kletterpflanzen

Bei den Kletterpflanzen ist es wichtig, dass sie einen dichten Wuchs wegen dem Sichtschutz bzw. Sonnenschutz haben. Zusätzlich müssen sie winterhart sein. Es ist zu empfehlen, schnell wachsende Pflanzen zu nehmen, damit man nicht zu lange auf einen dichten Wuchs warten muss.

Chinesischer oder Japanischer Blauregen:
Der Blauregen ist eine hängende Kletterpflanze. Das bedeutet, dass die Pflanze und Triebe sich einer Struktur entlang schlingen. Die blauen und lilanen Blüten hängen jedoch nach unten hin herab. Sie gehören zu den Schmetterlingsblütlern (Fabacea).

Der chinesische Blauregen (Wisteria Sinensis) wächst im Gegensatz zur japanischen Variante sehr schnell und kann bis zu 10m hoch werden. Sie bildet einen stabilen Stamm und kann bis zu 100 Jahre alt werden. Sie hat gefiederte Blätter, welche sich im Herbst gelb verfärben und abfallen.

Die bis zu 30cm langen Blütentrauben bestehen aus vielen einzelnen Blüten. Da sich alle zusammen öffnen, sehen die Blüten wunderschön aus. Sie sind reich an Nektar und werden von Bienen häufig angeflogen.

Vorsicht: Die Pflanze (besonders die Blüten) sind giftig.

Die Pflanze wächst optimal in der Sonne. Aber auch ein halbschattiger Standort macht ihr nichts aus. Im Halbschatten ist der Wuchs allerdings nicht ganz so kräftig. Feuchte und nährreiche Böden mit leicht saurem pH-Wert werden bevorzugt. Staunässe sollte auf jeden Fall vermieden werden. Da die Pflanze sehr schnell wächst, sollten kräftige Rankhilfen benutzt werden. Regenfallrohre oder Regenrinnen sollten nicht zum Ranken benutzt werden, da diese leicht zerquetscht werden. Auch rissiger Putz kann unterwandert und beschädigt werden. Zwei Rückschnitte im Jahr sind sinnvoll. Im Frühjahr treiben dünne Triebe nach den Schnitten wieder aus und wachsen kräftig nach. Ein spezieller Winterschutz ist nicht nötig, da die Pflanze winterhart ist. Milben an den Blättern und Wühlmäuse an der Wurzel sind die größten Schädlinge. Hier sollten entsprechende Schutzvorkehrungen getroffen werden. Efeu:
Als Fassadenkletterer oder Bodendecker ist der Gewöhnliche Efeu (Hedera helix) ein Klassiker. Diese immergrüne Kletterpflanze kommt in Wäldern, an Felsen und Mauern, sowie in Gebüschen vor. Sogar an glatten Betonwänden findet sie halt. Dieses Gewächs kann bis zu 20 Meter hoch und 500 Jahre alt werden. Die Kletterkraft entsteht durch eine sogenannte Haftwurzel.

Anfangs ist das Pflanzenwachstum zurückhaltend. Besonders stark wächst die Pflanze nach einem Rückschnitt. Ältere Pflanzen entwickeln eine Art Altersform, bei der die Triebe dicker werden, aber nicht mehr klettern. Die Blätter sind dunkelgrün und können, je nach Art, verschiedene Formen haben. Die Herbstfarbe ist nur auf der Unteren Blattseite sichtbar.

Die Blüten treten in grüngelben Dolden auf. Die Blüten treten erst im September auf und enthalten viel Nektar. Daher werden diese gerne von Bienen besucht. Die schwarzblauen Früchte sind für Menschen schwach giftig. Verschiedene Vogelarten können dies aber problemlos essen.

Efeu bevorzugt einen schattigen Standort oder einen ausreichend feuchten Boden in der Sonne. Kalkhaltige, nährreiche und alkalische Böden werden bevorzugt. Da das Wachstum im Laufe der Zeit zunimmt, sollte die Pflanze 1 – 2 mal im Jahr zurückgeschnitten werden. Da sie winterhart ist, müssen in dieser Jahreszeit keine besonderen Schutzmaßnahmen durchgeführt werden.

Weinreben:
Bereits vor hunderten Jahren hat man begonnen, Terrassen und Pergolas mit Weinreben abzudecken. Bekannt wurde dies durch alte römische Gärten. Sie bieten nicht nur Schutz vor der Sonne, sondern liefern auch leckere und essbare Früchte. Egal ob Tafeltrauben (Vitis vinifera) oder Weintrauben.

Die ursprünglich aus Vorderasien und dem Mittelmeer-Raum stammenden Pflanzen werden bis zu 10m hoch. Sie verankern sich mit Sprossranken am Untergrund. Die Blätter erreichen eine Größe von bis zu 15cm und sind wechselständig. Je nach Sorte ist die Blütezeit zwischen Mai und Juli. Aus den Blüten entwickeln sich Fruchtstände, welche sich zu grünen, roten oder violetten Beeren (Weintrauben) entwickeln.

Die Weinreben haben keine besonderen Ansprüche an den Boden. Sie brauchen allerdings viel Sonne. Die Böden dürfen nicht zu feucht sein. Sie entwickelt mehrere Triebe im Jahr, weshalb man gerne ein Pflanzgerüst bauen darf. Die Stammbasis sollte im Winter mit etwas lockerer und trockener Erde bedeckt werden. Pilzkrankheiten wie Mehltau oder Grauschimmel können vermieden werden, wenn man die Blätter trocken hält. Auch ein Regenschutz ist denkbar. Tierische Schädlinge sind eher selten.

Rankrosen und Kletterrosen:
Rankrosen können bis zu 10m hoch wachsen, während sogenannte Kletterrosen lediglich bis zu 3m hoch werden. Kletterrosen können fast das ganze Jahr, bis in den späten Herbst blühen. Rankrosen hingegen blühen ein bis zwei Mal pro Jahr. Sie bevorzugen humusreiche Böden und einen sonnigen bis halbschattigen Standort.

Kiwis:
Kiwis (Actinidia) kommen ursprünglich aus China, werden aber auch als Pflanze in Deutschland immer beliebter. Sie wachsen großblättrig und haben wohlschmeckende Früchte. Bei den Pflanzen handelt es sich um mehrjährige Schlingpflanzen, die im Sommer grüne Blätter tragen. Sie haben keinen stabilen Stamm, aber verholzte Triebe. Mit den sogenannten Schlingtrieben verankern sich diese am Untergrund.

Kiwis sind nur bedingt winterhart. Regionen mit zu starken Frösten wird die Pflanze nicht dauerhaft aushalten. Der Standort sollte warm und hell sein. Es muss nicht zwangsweise ein sonniger Standort sein. Kiwis bevorzugen einen leicht sauren und humusreichen Boden. Kalkreiche Böden sollten gemieden werden. Die Wurzeln sollten im Winter mit Zeisig oder Mulch geschützt werden.

Akebie - Die Klettergurke:
Akebien sind pflegeleichte Kletterpflanzen, die ursprünglich aus Südostasien kommen. Sie gehören zu den Fingerfruchtgewächse (Lardizabalaceae). Das Wachstum dieser Pflanze ist in den ersten Jahren recht langsam. Nimmt dann aber rasant zu. Sie können eine Höhe von bis zu 6m erreichen. Die Besonderheit dieses Klettergewächses ist, dass sie immer wieder neue Bodentriebe bildet.

Die Blätter haben eine fingerförmige Teilung und sind bis zum Winter grün. Eine erste Blüte findet nach ca. 5 Jahren statt. Die bis zu 10cm großen Früchte sind essbar. Akebien bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Der Anspruch an den Boden ist sehr gering. Lediglich Staunässe sollte vermieden werden. In kälteren Lagen sollte ein Frostschutz vorgenommen werden, da das Gewächs nur bedingt winterhart ist. Um ein Verkahlen entgegen zu wirken sollte die Pflanze regelmäßig zurückgeschnitten werden. Eine Anfälligkeit gegenüber Schädlingen oder Pilzkrankheiten gibt es nicht.

Pfeifenwinde:
Eine beliebte Kletterpflanze ist die aus Amerika stammende Pfeifenwinde (Aristolochia macrophylla). Sie wächst bis zu 10m hoch und 6m breit. Anfangs wächst die Pflanze sehr langsam, danach kann sie ein Wachstum von bis zu 2m pro Jahr erreichen. Die herzförmigen Blätter werden bis zu 30cm groß und sind bis zum Herbst grün. Im Herbst färben sich diese gelblich und fallen ab. Die Blütezeit ist von Juni bis August. Pfeiffenwinden bevorzugen schattige bis halbschattige Standorte. Bei ausreichender Feuchtigkeit im Boden ist auch ein sonniger Standort möglich. Kalkhaltige alkalische Böden sind Voraussetzung für ein ordentliches Wachstum.

Die Pflanzen können zurückgeschnitten werden. Einmal im Jahr ist eine Düngung mit Kompost sinnvoll, um junge Triebe zu fördern. Bei niedriger Luftfeuchtigkeit können Spinnenmilben auftreten. Betroffene Blätter sollten abgespült oder entfernt werden.

Knöterich:
Knöteriche (Polygonum) sind Klettersträucher bzw. Klettergehölze mit einer langen Lebensdauer. Der Schlingknöterich ist schnell wachsend. Die Blüten haben eine rote, rosa oder weiße Farbe. Wuchshöhen von bis zu 10m sind leicht zu erreichen. Nährstoffreiche und feuchte Böden sind ideal für diese Pflanze. Die Wurzeln sollten im Winter mit etwas Reisig oder Mulch abgedeckt werden. Pflanzenkrankheiten sind eher selten. Dann kommt es zu einem Befall mit Spinnenmilben.